26. Februar 2020, 19 Uhr

Alles könnte anders sein

Harald Welzers Gesellschaftsutopie war Ausgangspunkt fürs erste Salongespräch

 

In seinem letzten Buch „Alles könnte anders sein“ führt Harald Welzer alle seine Forschungen und publizierten Arbeiten zusammen. Er entwirft kurzweilig seine zu Optimismus anregenden Vorstellungen von einem gelungenen Leben und nichts Geringerem als die Möglichkeit der Rettung unseres Planeten!


►Könnte alles anders sein?

Welzer spannt dabei den Bogen von der Entwicklung unserer heutigen europäischen Gesellschaft bis zu zukünftigen Gesellschaftsformen ohne Grenzen, in solidarischer Zusammenarbeit mit gleichen Chancen für alle. 

►Ist es erlaubt solche Möglichkeiten zu erträumen?

Mit der Aufforderung die zivilisatorischen Errungenschaften Wert zu schätzen animiert er unsere Produktivkräfte und Selbstwirksamkeit weiterzuentwickeln um so die Zukunft selbst aktiv zu gestalten!

Wir sind die Akteure für eine Zukunft in der die Ressourcen dieses Planeten geschont werden. Supranationale Institutionen sollen das „zivilisatorische Projekt“ schützen. Frieden, Freiheit, liberales Recht, Umwelt, Finanzen sollen so global geregelt werden.

Der Kapitalismus in seiner heutigen Form nicht abgeschafft aber „gezähmt“ werden. Die Wirtschaft soll dem Gemeinwohl dienen!

Der „Hyperkonsum“ der westlichen Welt einer gerechten globalen Verteilung weichen.

►Wer ist bereit die Umsetzung mit zu tragen? 

Welzer schließt sein Buch mit Merksätzen zum neuen Realismus: „Die fetten Jahre sind vorbei kann als frohe Botschaft verstanden werden."


Annemarie Niedereder





Harald Welzer

ist deutscher Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist

Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung „Futurzwei“. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung, Ausfindig-Machung und Sammlung von Lebensstilen, die als nachhaltig und sozial gelungen angesehen werden. Welzer lehrt an verschiedenen Universitäten Transformationsdesign und Kommunikationstheorie. Welzer kuratierte zuletzt eine Veranstaltungsreihe des Museums Arbeitswelt in Steyr